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SolaGrow
Das SolaGrow-Klimagewächshaus in der Wüste

Konzept Noch ist keine Anlage gebaut. Darstellungen und Zahlen beschreiben die Planung.

Klimaresistent anbauen – mit Schatten, der seinen eigenen Strom erzeugt.

Im SolaGrow-Klimagewächshaus stellen sich senkrechte PV-Module nach der Sonne. Wie viel Licht die Kultur bekommt, soll eine KI-gestützte Regelung nach dem Bedarf der Pflanzen entscheiden. Der Strom der Module fließt vor allem in die Kühlung.

KI-generierte Visualisierung

bis 1.000 W/m²

Sonneneinstrahlung in ariden Regionen

Hitze und Strahlung setzen die Pflanzen unter Stress. Und das Gewächshaus muss Tag für Tag dagegen kühlen.

Quelle: Präsentation „Klimagewächshaus“ 08/2025

Wo es heiß ist, wird das Gewächshaus selbst zum Problem.

Glas und Folie sollen Pflanzen schützen. In warmen Regionen kehrt sich das um: Das Haus sammelt Wärme, und der Betrieb arbeitet den ganzen Tag dagegen an.

  • Hitze und Einstrahlung

    Hitzespitzen und starke Sonne setzen die Pflanzen unter Wachstumsstress. Unter der Hülle staut sich die Wärme.

  • Kühllast

    Um gegenzuhalten, muss das Haus Tag für Tag aktiv gekühlt werden – meist mit zugekauftem Strom und viel Wasser.

  • CO₂-Fußabdruck

    Eine energieintensive Klimaführung treibt Kosten und Emissionen. Das CO₂ für die Kultur kommt oft zusätzlich aus einem Gasbrenner.

  • Ungleichmäßiges Licht

    Schattierung ohne Lichtstreuung wirft harte Schattenstreifen auf die Pflanzen. Das kostet Ertrag und Qualität.

Aufbau und Funktion

Das Klimagewächshaus Schicht für Schicht – vom Tragwerk bis zum Modul. Die Darstellung zeigt das Prinzip, nicht die Konstruktion.

Zum Patent angemeldet (PCT)

Kamerafahrt durch das SolaGrow-Klimagewächshaus: Aufbau in Schichten, Kulturraum unter der Membran, Modulreihen im Raumfachwerk, Abendlicht

Visualisierung des Konzepts

  1. Ein Haus in Schichten

    Unten das bewährte Venlo-Tragwerk aus Stützen und Gitterträgern, darüber ein offenes Raumfachwerk mit senkrechten, bifazialen PV-Modulen. Ein Foliendach gibt es nicht.

  2. Jede Ebene hat eine Aufgabe

    Stützen und Gitterträger tragen, die Membran streut das Licht, das Raumfachwerk führt die Schienen, die Module erzeugen Strom, die Hülle schützt die Kultur. Länge, Höhe und Kultur lassen sich anpassen.

  3. Darunter wächst die Kultur

    Tomaten, Gurken, Salat oder Erdbeeren – je nach Region und Markt. Die seitliche Hülle schützt den Kulturraum.

  4. Licht, gleichmäßig verteilt

    Unter den Gitterträgern hängt eine lichtstreuende Membran in V-Form, mit einer Rolle am Tiefpunkt. Sie verteilt das Licht gleichmäßig und verhindert harte Schattenstreifen.

  5. Verfahren, neigen, heben

    Die Modulreihen stehen auf einarmigen Halterungen und laufen auf Schienen: Sie lassen sich verfahren, neigen und heben. Wie viel Schatten die Kultur bekommt, soll eine KI-gestützte Regelung nach dem Bedarf der Pflanzen entscheiden.

  6. Der Sonne nach

    Über den Tag folgen die Module der Sonne. Am Abend stehen sie zur tief stehenden Sonne geneigt; ihr Strom fließt vor allem in die Kühlung.

Sechs Bausteine

Jeden Baustein gibt es heute schon. Neu ist, sie als ein System zu planen und mit dem eigenen Strom des Hauses zu betreiben.

  • Schatten, der Strom erzeugt

    Senkrechte, bifaziale PV-Module lassen sich verfahren, kippen und in der Höhe verstellen. Wie viel Schatten sie spenden, soll eine KI-gestützte Regelung nach dem Bedarf der Pflanzen entscheiden; ihr Strom geht vorrangig in die Kühlung.

  • Gleichmäßiges Licht

    Eine lichtstreuende Membran soll harte Schattenstreifen auf der Kultur verhindern und das Licht gleichmäßig verteilen. Je nach Bedarf ist sie ein-, zwei- oder dreilagig.

  • Schützende Hülle

    Eine Abdeckfolie hält Wind, Sand und Schnee ab und ermöglicht zugleich, die Module zu kühlen.

  • Intelligente Steuerung

    Sensoren messen Licht, Temperatur und Bodenfeuchte. Die Module stellen sich automatisch, und jede Zone des Hauses wird für sich geregelt.

  • Modular und wartungsarm

    Das Haus baut auf dem Venlo-Raster mit einer Unterkonstruktion aus Gitterträgern auf. Höhe, Ausrichtung, Neigung, Membranlagen und Kultur lassen sich anpassen, je nach Statik, Schneelast und Kultur. Senkrechte Module halten weder Schnee noch Sand; bei Sturm werden sie verriegelt.

  • CO2-arm im Betrieb

    Kühlung und Regelung laufen vorrangig mit eigenem Solarstrom, unterstützt von Speicher und Lastmanagement. Das CO2 für die Kultur entsteht ohne Verbrennung statt in einem Gasbrenner.

Ein Konzept, drei Klimazonen

Der Schwerpunkt liegt auf heißen Regionen. Die Bausteine bleiben dieselben; wie stark jeder gebraucht wird, hängt vom Klima ab. Die Hülle ist auch für kältere Regionen mit anderen Kulturen gedacht.

Die Anlage in der Wüste bei Abendsonne
Aride Regionen Einstrahlung 700–1.000 W/m²

KI-generierte Visualisierung

Die Anlage in einer Hügellandschaft mit Olivenbäumen
Mediterrane Regionen Einstrahlung 600–800 W/m²

KI-generierte Visualisierung

Die Anlage in einer mitteleuropäischen Agrarlandschaft
Gemäßigte Zonen Einstrahlung 400–600 W/m²

KI-generierte Visualisierung

Quelle: Präsentation „Klimagewächshaus“ 08/2025

Aride Regionen

Herausforderung
Extreme Hitze, sehr hohe Einstrahlung (700–1.000 W/m²) und knappes Wasser.
Antwort
Die Module sollen die Spitzen der Einstrahlung abfangen, wenn die Pflanzen es brauchen, und liefern den Strom für die Kühlung. Senkrecht gestellt, sammeln sie keinen Sand.

Mediterrane Regionen

Herausforderung
Heiße, trockene Sommer mit hoher Einstrahlung (600–800 W/m²) und kühlere Winter.
Antwort
Im Sommer liefern die Module Strom für die Kühlung, und die Regelung soll entscheiden, wie viel Schatten die Kultur braucht; in der lichtarmen Jahreszeit sollen sie sich auf möglichst viel Licht stellen.

Gemäßigte Zonen

Herausforderung
Mäßige Einstrahlung (400–600 W/m²), Heizbedarf im Winter und starke Schwankungen über das Jahr.
Antwort
Bei schwacher Sonne sollen sich die Module auf möglichst viel Licht stellen; wie viel Schatten die Kultur im Sommer bekommt, soll die Regelung entscheiden. Senkrecht gestellt, halten sie keinen Schnee.

Quelle: Präsentation „Klimagewächshaus“ 08/2025

Konventionell und SolaGrow im Vergleich

Wie sich das Konzept vom konventionellen Gewächshausanbau in heißen Regionen unterscheidet.

Konventioneller Gewächshausanbau und SolaGrow-Konzept
Merkmal Konventionell SolaGrow (Konzept)
Schatten Schattierung ohne Stromerzeugung Senkrechte PV-Module folgen der Sonne und erzeugen Strom; wie viel Schatten die Kultur bekommt, soll eine KI-gestützte Regelung entscheiden.
Licht Harte Schattenstreifen ohne Lichtstreuung Eine lichtstreuende Membran soll das Licht gleichmäßig verteilen.
Kühlung Aktive Kühlung, meist mit zugekauftem Strom und viel Wasser Kühlung vorrangig mit eigenem Solarstrom, ausgeglichen über Speicher und Lastmanagement.
CO2 für die Kultur Oft aus einem Gasbrenner Ohne Verbrennung erzeugt.

Belastbare Kennzahlen ermitteln wir mit dem ersten Prototyp.

Kontakt

Gespräch anfragen

Für Partner, Investoren und Projektentwickler, die das Konzept prüfen oder gemeinsam weiterentwickeln wollen.

E-Mail: kontakt@solagrow-greenhouse.de
Aldersbach, Deutschland